Am Südende der Arabischen Halbinsel gelegen, grenzt der Jemen im Osten an den Oman, im Norden an Saudi Arabien und im Süden und Westen an das Arabische und Rote Meer. Obwohl das Land 1.5 mal so groß ist wie Deutschland, leben dort nur knapp 25Millionen Menschen.

Anders als sein nördlicher Nachbar hat der Jemen kaum Einnahmen durch Erdöl und gehört zu den ärmsten Ländern der Erde. Das Klima ist heiß und trocken und nur ein geringer Teil des Landes ist land-wirtschaftlich nutzbar. An die feuchtheiße, aber niederschlagsarme Küstenregion, die Tihama, schließt sich ein Gebirge an, welches dann in eine Hochebene übergeht. Zum Nordosten hin fällt das Land ab und geht in die Große Arabische Wüste (Rub al Khali) über.
Der Jemen zeigt noch weitgehend sein ursprüngliches, arabisch-orientalisches Gesicht mit verwinkelten Gassen in den Altstädten und bunten Basaren. Durch die Nähe zur afrikanischen Küste (Djibouti und Eritrea) sind aber vor allem in der Tihana auch schon afrikanische Einflüsse sichtbar.

 Sanaa

In der Hauptstadt des Jemen leben etwa 2 Mio. Menschen. Sie liegt auf einer Hochebene auf rund 2300 Meter und ist über 2000 Jahre alt. Charakteristisch für die Stadt und weltberühmt ist die Architektur der Altstadt mit hohen Häusern aus gebrannten Lehmziegeln, verziert durch weiße Kalkornamente. Durch Sana’a zieht sich ein ausgetrocknetes Flussbett, welches auch als Fahrstraße benutzt wird.
Hinter dem Bab al Jemen taucht man ein in die Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen und Basaren und den tausenderlei Gerüchen und Farben des Orients. Aus den umliegenden Dörfern, aber auch aus den weiter entfernten Gebieten kommen die Bauern um ihre Waren zu verkaufen oder Besorgungen zu erledigen.

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Wadi Darr

Eines der bekanntesten und spektakulärsten Bauwerke des Jemen befindet sich unweit von Sana’a im Wadi Darr. Es ist der auf einem steilen Felsen gelegene ehemalige Sommerpalast des Iman Yahya. Er wurde in den dreißiger Jahren erbaut und verfügt über einen eigenen Brunnen, der durch den darunterliegenden Felsen gebohrt wurde.
Der Felsenpalast inmitten des grünen Wadi Darr ist nicht nur für Touristen sondern auch für die Jemeniten selber ein beliebtes Ausflugsziel. 

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Am Roten Meer

Auf dem Weg von Sana‘a südwestlich zum Roten Meer verlässt man die Hocheben und das Klima wird heißer und feuchter je tiefer man hinabsteigt. Nach etwa 230km erreicht der Bus die Stadt Hudaida am Roten Meer. Man befindet sich nun in der Küstenregion Tihama mit einem völlig anderen Charakter als noch in Sana’a. Waren dort noch die Menschen eher typisch arabisch, ist hier der afrikanische Einfluss unübersehbar. Wenige Frauen tragen den schwarzen Hijab, stattdessen ist bunte Kleidung vorherrschend. Viele Flüchtlinge aus Eritrea sind in der Stadt, die afrikanische Küste ist nahe.

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Haie

Bei einem morgendlichen Spaziergang in Hafennähe bemerke ich einen Eselkarren, auf dem offensichtlich große Fische liegen. Neugierig geworden gehe ich näher und staune nicht schlecht, als er voll beladen mit Haifischen ist. Die stattlichen Tiere sind mehr als 2 Meter lang mit einem großen Maul voller spitzer Zähne, welches mir stolz vorgeführt wird. Sie wurden gerade gefangen und werden an Ort und Stelle zerlegt, gewaschen und für den Abtransport zum Fischmarkt vorbereitet.

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Bait al Fakki

Freitags gibt es in dem sonst unscheinbaren Dorf Bait al Fakki den größten Wochenmarkt der Tihana. Die farbenprächtigen Kleider der unverschleierten Frauen geben ein malerisches Bild in dem chaotische wirkenden Treiben. Neben allerlei Waren werden auch verschieden frisch zubereitete Speisen angeboten. Schön lässt sich das typisch arabische Handeln und Feilschen beobachten, nie wird die Ware einfach so gekauft.

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Aden

Am Südende der Arabischen Halbinsel liegt die Stadt Aden. Bis 1990 Hauptstadt der Volksrepublik Südjemen, seit der Wiedervereinigung „nur mehr“ Wirtschaftszentrum. Weltoffen und liberal präsentiert sich die Stadt als Handelszentrum durch die günstige Lage am „Bab al Mandeb“, dem „Tor der Tränen“, der Meerenge zwischen Rotem Meer und Arabischen Meer. Bis 1967 noch unter britischer Kolonialherrschaft hat es seitdem aber eher an Bedeutung verloren. Übrig geblieben sind noch einige Prachtbauten aus dieser Zeit.

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Fischfang

Jeden Morgen, wenn die Fischer mit ihrem Fang in den Hafen kommen, werden die Fisch an Ort und Stelle zerlegt und weiterverkauft. Die Großhändler kommen mit ihren Pick-Up und packen den frischen Fisch in Eis um ihn dann weit ins Landesinnere zu transportieren.
Aber auch die einfache Hausfrau kauft hier die Mittagsmahlzeit für ihre Familie. 

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Taiz

Etwa 150 km nördlich von Aden, am Rande der Hochebene liegt die Stadt Taiz. Das Klima ist deutlich angenehmer durch die Höhenlage von über 1300m als in Aden auf Meereshöhe. Bei einem Stadtrundgang fallen die Muzaffa Mosche mit ihren vielen Kuppeln, sowie die Aschraffia Mosche mit den zwei Minaretten auf.
Allgegenwärtig im Jemen ist das kauen von Qat, einer berauschenden Pflanze. Dies wird v.a. von den männlichen Jemeniten jeden Nachmittag mit Hingabe zelebriert.
Im Umland lohnt ein Besuch des Ortes Yafrus mit seiner blenden weißen Moschee.

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Wadi Dhabab

Im „Tal des Nebels“, dem Wadi Dhabab, findet einmal in der Woche ein Markt statt, der zu den farbenprächtigsten im Jemen gehört. Ansonsten menschenleer, wird das Tal zur Marktzeit übervoll mit Menschen, Waren aller Art, Eseln und Kamelen. Aber schon zur Mittagszeit ist das bunte Treiben vorbei, die Waren werden verladen und das Tal bleibt verlassen zurück.

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Ibb und Jibla

Weiter nördlich von Taiz, auf nunmehr knapp 2000m, trift man auf die Kleinstadt Ibb. Dort gibt es die meisten Niederschläge im Jemen und demensprechend grün zeigt sich die Vegetation im Umland. Auf dem Weg nach Jibla kommt man durch Felder, Wiesen und Wäder, wie man sie so selten Im Jemen sieht. Dort lassen sich die Bauern bei der Ernte beobachten, wie sie mit einfachsten Mitteln ihre harte Arbeit verrichten.
Jibla liegt an einem Berghang mit einer fast 1000 Jahre alten Moschee, die zu den schönsten im Jemen zählt.

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Sa'dah - Im Norden

Ganz im Norden des Jemens, nur etwas mehr als 70 km von der Grenze zu Saudi Arabien entfernt, liegt die Stadt Sa’dah. Markenzeichen sind die aus luftgetrocknetem Lehm und Stroh gebauten Hauser und einer großteils erhaltenen Stadtmauer.
Die Gegend um Sa‘dah gilt als die konservativste im Land mit sehr starker Dominanz der lokalen Stämme und deren Oberhäupter. Dazu passend sieht man auf den Straßen viele Männer mit Waffen.

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Die Bilder entstannden während einer Reise in den Jemen vom 21.12.1992 - 15.01.1993.

Sie wurden auf Agfa Diafilm mit einer Minolta SLR aufgenommen und 2011 mit einem Nikon Diascanner CoolScan LS-30 digitalisiert